Die Gestalttherapie von Fritz Perls zählt zu den wichtigsten Therapieverfahren der humanistischen Psychologie. Sie wurde durch verschiedene Einflüsse geprägt: die Psychoanalyse von Freud, die Reichsche Vegetotherapie, das
Psychodrama von Moreno und der Zen-Buddhismus. Die Gestalttherapie geht davon aus, dass jeder Mensch im Kern ein gesundes Potential in sich birgt, das sich weiterentwickeln und entfalten will. In Krisenzeiten kann er den Zugang zu dieser eigenen inneren Quelle verlieren und braucht dann professionelle Unterstützung, um wieder damit in Kontakt zu kommen. Ziel der gestalttherapeutischen Arbeit liegt darin, die menschlichen Erfahrungen (Wahrnehmungen, Gefühle, Körperreaktionen und Gedanken) in ihrer Ganzheitlichkeit zu erkennen und freier, lebendiger und authentischer damit umzugehen. Wesentliche Themen in der Therapeuten/Klienten-Beziehung, die die innere Befindlichkeit des Klienten spiegelt, sind Macht und Ohnmacht, Nähe-Distanz, Kontrolle und Hingabe. Es bewusst gemacht werden, welche Geschichte die Persönlichkeitszüge des Klienten haben, welche körperlichen und emotionalen Reaktionen sie hervorrufen und wie sie sich in den unterschiedlichen sozialen Situationen zeigen. Erst durch ihre wertschätzende Annahme kann persönliches Wachstum geschehen. Der Therapeut verschafft dabei dem Klienten die Freiheit, dem eigenen Erleben zu folgen und die dabei aufsteigenden (Körper-) Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Mit der Gestalttherapie bekommen Sie ein hochwirksames Instrument in die Hand.

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